Zum Bootchenbau

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Wenn was sein sollte

Stock.fisch1@gmx.net


Montag, 17. August 2009

Faaborg und Svendborg

Sonntag 16 August
Faaborg
Die Rolläden blieben unten bis gegen 10:00 Uhr. Man muss ja auch mal ausschlafen im Urlaub gell? Was folgte war ein ausgedehntes Frühstück, eine Sightseeing Tour durch den Traditionshafenbereich und rumgammeln.
Faaborg
Es gibt dort eine beachtliche Sammlung an alten Traditionsseglern und bei dem einen oder anderen konnte ich auch Dingis betrachten von der Sorte wie gerade eines im Keller bei mir entsteht.
Traditionsheck

Dingi

Linienfuehrung

Takelage

Dingi-2
Es ist einfach herrlich diese alten Bauwerke mit den vielen liebevollen Details zu betrachten.
Gegen Mittag war dann Hafenkino angesagt und rumgammeln. Dann wurden Plänchen geschmiedet. Hierum und darum oder dort rum. Es war für den nächsten Tag immer noch 5-6 angesagt. Dann wurde in der Nacht ein Plänchen gefasst.
faaborg-1

Montag 17 August
Svendborg
Frühes Aufstehen war angesagt, ein Reff ins Groß gesteckt und das kleine Vorsegel angeschlagen. Es ging wie erwartet recht flott mit 5,5 Knoten und immer wider kleinen Regenschauern.
Zwischendurch musste der elektrische Helfer wider abgeschaltet werden weil es zu sehr eierte und Handsteuerung war angesagt. Die Inselwelt in Dänemarks Süden ist phantastisch und wenn das Wetter nicht so grau gewesen wäre hätte ich es auch besser sehen können.
Aber es hat gereicht für ein kleines Filmchen.


Ich kam gegen 15:30 Uhr im Handelshafen an und musste feststellen das viele andere die gleiche Idee hatten. Der Hafen war voll und ich bin ins Päckchen. Gleich darauf kam das angesagte Regenwetter und von der schönen Stadt war nicht sehr viel zu sehen.

Samstag, 15. August 2009

Lyo und Farborg

Donnerstag 13. August
Assens
Wie gesagt die Rolläden blieben geschlossen bis 10:00 Uhr. Es war auch nix zu versäumen. Der Wind orgelte in den Wanten und nach einem ausgedehnten Frühstück machte ich einen kleinen Spaziergang zum nahegelegenen Supermarkt und dann schleunigst wieder an Bord. Es war wirklich sehr ekelig. Es gab eine Runde abzusurfen mit dem Internetzugang ’The Cloud’ der für 24 Stunden das doppelte kostete wie für eine halbe Stunde. Glatte 12 Euro. Also was solls.
Der Hafen war proppevoll und es war keiner zu beobachten der sein Zeugs nahm und rausfuhr.
Abends noch mal den Wetterbericht abgecheckt und ein Plänchen für den nächsten Tag gemacht. Es sollte gegen Mittag abnehmen auf Bft 4 und dann weiter auf Bft 3. Das würde passen.

Freitag 14. August
Lyo
Der Morgen begann etwas ruhiger als die wackelige Nacht und nach einem ausgedehnten Frühstück legte ich gegen 11:00 Uhr ab.
Einige hartgesottene waren schon vor 10:00 Uhr abgehauen. Aber da war mir noch zu viel Wind und Lärm in den Wanten.
Die Fahrt lief flott um nicht zu sagen sehr flott. Mit Großsegel und diesmal gesetztem Bullenstander und dem kleinen Starkwindvorsegel machte das kleine Bootchen teilweise über 6,5 Knoten.
Helnaes
Im Mittel waren es etwa 5 Knoten und das ist wirklich nicht wenig. Die Wellenhöhe betrug etwas unter einen Meter und es war wieder einmal Handsteuerung angesagt weil der Autopilot nicht so schnell auf das Geschaukel reagieren konnte.
Gegen 15: 00 Uhr lief ich in Lyo ein. Ein sehr kleiner Hafen auf einer sehr kleinen aber sehr schönen Insel in Dänemarks Süden.
Ich machte einen kleinen Rundgang und war von meiner Entscheidung hierher zu fahren begeistert. Ein Maler würde hier seine wahre Freude haben. Die Insel ist etwas hügelig, herrlich grün und hat ein kleines sehr malerisches Dorf wie aus einem Bilderbuch. Es gibt kleine Strassen und ein paar Teiche in denen sich Enten tummeln und - ach es ist einfach ein sehr schöner Platz um sich zu Erholen und seine Ruhe zu finden.
Lyo

Lyo-1

Lyo-2

Lyo-3

Lyo-4

Lyo-Hafen

Lyo-Kirche
Die Menge der Bilder zeigt wie sehr ich diesen Platz mochte.

Samstag 15 August
Faarborg
Das Wetter soll in den nächsten Tagen wieder schlechter werden. Regen und Starkwind in Böen bis 9 werden angesagt.
Der Morgen begann auch sehr hässlich mit Regen und total verhangenem Himmel. Zeit abzuhauen in ein Städtchen wo es etwas mehr Abwechslung als auf einer einsamen Insel gibt. Es ist wirklich sehr schön in Lyo aber mehr als einen Tag muss man das auch nicht haben. Auch wenn einige sich hier anscheinend eingenistet haben. Die hocken da schon länger und machen irgendwie keine Anstalten weiter zu fahren.
Die Segel ließ ich eingepackt und die knapp 6 Seemeilen nahm ich unter Motor in Angriff. Das war auch der richtige Begriff wie sich herausstellte. Der stramme Südwestwind baute in der Öffnung zwischen Lyo und Avernako eine Welle von glatten anderthalb Metern auf.
Ein ziemlich übles Geschaukel was erst besser wurde als es hinter die Abdeckung der Insel ging.
Nach Faarborg zu fahren war mal wieder die richtige Entscheidung. Ich machte gegen Mittag im Handelshafen fest und lag etwa 20 Meter von einem Fischkiosk wo es zu moderaten Preisen Räucherfisch aller Arten gibt. Dazu gibt es kostenloses Wifi.
Es gibt wahrhaftig schlechtere Orte Starkwind abzuwarten. Das einzige was nervt sind meine dänischen Nachbarn die zu sechst auf einem nur unmerklich größeren Boot sitzen und einfach nicht die Klappe halten können.
Da hilft dann nur ein Spaziergang durch die Stadt. Womit ich dann tatsächlich meine Schwierigkeiten hatte. Es waren zwar nur etwa 6 Seemeilen von Lyo hierher aber das Nachgeschaukel beim gehen an Land dauerte diesmal bei mir den ganzen Mittag. Es war wohl doch ein ziemlich rauher Ritt.

Mittwoch, 12. August 2009

Unterwegs II

Dienstag 11. August
Aerosund
Regenwetter. Der morgen beginnt mit Dauerregen und im Hafen bleibt es ruhig. Bei allen die ihre Sprüche geklopft haben wie früh sie los wollen sind noch die Rolläden ähh Verdecke zu.
Das kostenlose Wifi streikt mal wieder. Vielleicht liegt es auch daran das alle ihre Notebooks auskramen und versuchen nach dem Wetter zu gucken. Der Regen war so schließlich nicht vereinbart.
Gegen 11:00 Uhr klart es auf und es kommt Leben in die Bude. Ich mach dann auch los in Richtung Norden. Erklärtes Ziel Aabenraa. Ich musste gegenanmotoren bis in den Ausgang des Als-Fiord und nachdem ich die Segel setzen konnte lief es auch ganz gut. Nun wurde ich übermütig und setzte ein neues Ziel Aerosund(mit Pünkchten und Strichen im O usw.) Es lief prächtig bei etwas vorlichem Wind bis er auf der halben Strecke immer mehr zunahm. Der Autopilot schaffte es nicht mehr und lief nur noch hin und her also musste ich von Hand steuern. Der Ruderdruck war schon heftig. Mein altes Bootche schaffte die 6,5 Knoten Grenze mit einem kleinen Vorsegel und durchgesetztem Groß bei seitlich anrauschenden Wellen.
Später im Hafen erfuhr ich dann das der Wind zugelegt hatte auf Bft 7. Das arme alte Mädchen muss ganz schön was aushalten hier.
Der Hafen war nicht so ansprechend wie ich mir das vorstellte. Irgendwie öde. Wieder 17 Euro gelatzt und das Essen gehen habe ich mir bei dem Blick auf die Speisekarte abgewöhnt. Ein Wienerschnitzel soll hier für 25 Euro zu haben sein. So viel Wiener können da gar nicht drin sein das ich mir das gönne.

Über den kleinen Belt


Mittwoch 12. August
Assens
Der Wetterbericht verheißt die nächsten Tage nix gutes. Donnerstag Bft 5-6 zunehmend 7 und den Mittwoch morgens noch 4-5 mittags auch 7 bis 8. Aerosund ist kein Ort wo ich die nächsten Tage hängen bleiben wollte und deshalb bin ich morgens raus und rüber nach Assens. Das Grossegel hatte ich gerefft und die Fock gleich im Sack gelassen. Es war die richtige Entscheidung. Die knapp 9 Seemeilen stemmte ich in weniger als 2 Stunden und mein altes Mädchen lief teilweise über 5 Knoten und das mit weniger als der halben Standartbesegelung.
Nach-Assens
Es war ein ziemlicher Eiertanz und als ich gegen 12:30 Uhr in Assens ankam war ich ziemlich durchgeschüttelt. Mein Autopilot schaffte es wieder nicht. Bei achterlichem Seegang von etwa einem dreiviertel Meter eiert das kleine Bootche zuviel so das er mit dem Steuern nicht mehr nachkommt. Also war zumindest teilweise Handsteuerung angesagt. Das war auch gut so sonst hätte ich bei achterlichem Wind über kurz oder lang eine Patenthalse gefahren und die hätte mich bei dem Wind glatt den Mast gekostet.
Der Hafen hier ist gleich um Klassen besser. Der Hafenmeister ist gesprächig, Brötchen gibt es 200 Meter weiter auf Bestellung bei einem Kiosk an einem Campingplatz und im Ort kann man bei einem Italiener Pizza zu ziemlich normalen Preisen essen.
Die Aussichten für die nächsten Tage sind beschissen.
Assenswetter
Der Wetterbericht an der Hafenmeisterwand erzählt was von starken Winden bis Montag und ab Sonntag auch noch Regenwetter. Könnte fast sein das ich meinen Urlaub in Assens verbringen werde.
Zur Zeit pfeift es in den Wanten ganz ordentlich und das Bootchen schaukelt heftig in der Box.
Na ja, morgen ist bei 7 Windstärken erst mal sowieso Pause und die Rolläden bleiben bis 10:00 Uhr geschlossen.

Montag, 10. August 2009

Unterwegs

Samstag 8. August
Gelting
Die Anfahrt über etwa 800 Km zog sich wie Gummi. Irgendwie sind die letzten 200 Km die längsten. Vor allem wenn man wie ich die Kurve zur Bundesstrasse an der Ostsee entlang nicht kriegt und dann über die Dörfer fährt. Da waren Straßen die waren so schmal wie bei uns die Feldwege. Aber irgendwie klappte es dann doch und um kurz vor 12:00 Uhr war das Bootche im Wasser. Dann kam noch das einrichten, tanken usw. und ich war zu nichts mehr zu gebrauchen.
Startklar
Das Essen in der Gaststätte im Hafen ist von der besseren Sorte und war dann der lohnende Ausgleich für den langen Tag und die vorgehende lange Nacht. Am Sonntag war dann gleich mal ein Hafentag angesagt. Ich musste noch eine Dänenflagge kaufen noch mehr Sprit an der Tankstelle in Gelting holen, die überflüssigen Sachen ins Auto räumen und schließlich waren Regenschauer und Gewitter angesagt. Ich muss nicht gleich am ersten Tag nass werden. Diese Vergnügen bekomme ich noch früh genug.
Also relaxen, Zeitung lesen, Kaffe und Kuchen in der Kneipe.

Montag 10. August
Sonderborg
Das Wetter versprach gegen Mittag Gewitter und Schauer. Da bin ich denn etwas früher aufgestanden und gegen 10:00 Uhr los. Zunächst versprach der Wind was er halten sollte und kam aus West. Später drehte er auf Nord-West und kam damit genau von vorne und lies zum Schluss ganz nach.
Das letzte Stück musste ich damit motoren und so war ich gegen 13:30 Uhr in Sonderborg. Eine kurze Runde im Stadthafen und es war klar ich machte an dem alten Holzbollwerk fest.
Sonderburg-am-Kai
Dann folge eine Dusche und gleich danach mein erster Preisschock. Tasse Kaffee und ein Stück Apfelkuchen mit etwas Schlagsahne 9 Euro. Immerhin waren noch zwei kleine Erdbeeren zum garnieren mit dabei. Die sind wohl sehr selten in Dänemark.
Sonderburg
Wifi gibt es hier umsonst. Na ja, jedenfalls fand ich eine Verbindung die nicht gesichert war und somit nix kostete. Die Signalstärke schwankte allerdings wie das Wasser und wenn ich das Wifidings mal brauchte streikte es prompt.
Als Hafengebühr zahlte ich dann satte 17 Euro. Die nehmen es von den Lebenden hier.

Für Mittwoch und Donnerstag werden zur Zeit 6 Windstärken aus Nord-West angesagt. Das sind mir zwei Nummern zu viel und zudem genau von vorne. Ich werde es morgen sehen. Wenn sich die Sache so entwickelt wie vorhergesagt werde ich nach Augustenborg ablaufen und dort abwarten bis es besser wird.

Donnerstag, 6. August 2009

Ich bin dann mal weg

Wenn morgen Nacht die Karre durchhält werde ich am Samstag früh in Gelting aufschlagen. Bootchen kranen, aufbauen, tanken, einräumen werden erfahrungsgemäß den Rest vom Samstag auffressen. Dann hoffe ich auf gutes Wetter so das es am Sonntag los gehen kann. Rund Fünen steht auf der Liste. Alternativ, wenn das Wetter nicht mit macht, Flensburger Förde, Schlei, oder eben die vorgelagerten Inseln von Fünen oder Hafentage oder was auch immer :-)
Mal gucken was geht. Ich werde dann unter der Rubrik „Auf Reisen“ wieder ein paar Einträge dazu posten.

Sonntag, 2. August 2009

Abfahrtsklar

Ich mag ja lila Blümchen. Ich liebe sie sogar. Aber das hier ist eine Nummer zu groß. Der Trailer ist innerhalb von vier oder fünf Monaten auf dem Gelände völlig zugewachsen. Geklaut wurde da nichts. Kann ja auch nicht weil er ja kaum zu finden ist.
Trailer1
Wir haben das Vehikel mit Gewalt rausgezogen. Sonst hätte ich wohl ein Buschmesser gebraucht. Schließlich rückt der Urlaub näher und die Abfahrt an die Ostsee ist für den kommenden Freitag geplant.
Mein neuer Hut hat sich am Samstag bestens bewährt. Bei der Gluthitze in der Kranbahn stehen, mit dem Kranführer rumheddern weil irgendeine Leine nicht so liegt wie er will und dabei den Mast legen war wirklich kein Vergnügen. Da braucht s dann doch einen kühlen Kopf. Der Kranführer ist übrigens Glatzenträger. Wahrscheinlich war es ihm doch zu heiß. Wir habens dennoch ohne Blutvergiessen geschafft. Das Bootche steht auf dem Trockenen und am Donnerstag vor den Abfahrt werden noch die Gurte umgelegt und der Mast verzurrt.
Abfahrt
Auf dem Grill war es dagegen wie gewohnt. Die Gemüsespiessesser, die sonst für Farbe auf dem Grill sorgen, waren diesmal auswärts. Dafür gab es diesmal andere Superlativen.
Grillplatte

Sonntag, 19. Juli 2009

Wochenende

Nein nicht das jetzige.
Da war ich mit Bootchebauen beschäftigt. Sondern vom letzten Wochenende.
Abendrot

Feierlaune
Auch nicht schlecht gell?

Donnerstag, 9. Juli 2009

Jetzt langts

Da hab ich mich doch am Samstag breitschlagen lassen und bin bei null bis kaum Wind an das andere Ende des Revieres gesegelt getrieben weil da an einem befreundetem Club Stegfest war.
4 Stunden und etwa 6 Badegänge zwischendurch hat es gedauert bis ich halb gegart dort war. Die Musik war gut, das Essen lecker und der Nachtisch in Form von Roter Grütze mit Vanillesoße verlockend. Am Sonntag die gleiche Aktion zurück. Zunächst etwas leichter Wind dann Flaute. Und das bei annähernd 35°. Wieder sechs Badegänge zwischendurch, schmierige und klebrige Haut wegen der Sonnencreme, einen gegarten Kopf und fast wieder vier Stunden später kam ich endlich an die Motorgrenze des Revieres an.
Deshalb hab ich vorgestern den zweiten Anlauf unternommen und mir endlich einen Sonnenhut gekauft. Nicht irgendeinen - womöglich noch sone komischen Kappen die man falsch herum aufzieht – nein einen Panamahut aus feinem Toquilla-Stroh. Klassisch in der Form, edel in der Verarbeitung und schweineteuer. Aber schließlich werde ich älter, die Haare werden immer weniger und die kahlen Stellen auf dem Kopf immer mehr. Da darf es auch mal etwas Feines sein gell?
Panama-Hut

„Ich schau dir in die Augen, Kleines“ nur eben aus Stroh.

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