Zum Bootchenbau

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Wenn was sein sollte

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Auf Reisen

Montag, 17. Mai 2010

Regensburg

Bei Regen. Mit Regenschirm bewaffnet ging es am Donerstag eine schnelle Runde durch die Altstadt und zur Steinernen Brücke.
Schnell ein paar Fotos von der Donau die übrigens gar nicht so blau ist sondern sich eher grau zeigte.
Steinerne-Bruecke

Dom
Die Geschichte von der Donaudampfschiffartsgesellschaft im Kopf auch schnell noch ein Foto so einem Ding. Es ist genau so monströs wie der Name.
Dampfschiff
Abends zum gemeinsamen Essen in einer der urigen Kneipen in einem jahrhunderte alten Gebäude mit Deckenbalken und Stützen die so dick sind wie zwei Mann übereinander.
Am nächsten Tag dann heiraten. Nein nicht ich sondern eine Nichte. Auch im strömenden Regen. Also wieder Regenschirm und warten bis wir am alten Rathaus an die Reihe kamen.
15 Trauungen an diesem Tag. Der Standesbeamte war im Dauerstress. Während die einen noch warteten waren die andern schon fertig und konnten ins warme ziehen.
Fertig
Der Rest des Tages? Rumsitzen, warten Kaffee trinken, guten Kuchen essen und die interessanten Schilder an der Wand des Kaffees betrachten. Im Dauerregen war nix zu machen.
Schilder

Schild
Abends endlich die Erlösung und in einer trockenen Minute schnell zu Fuss in den Roten Hahn zum schlemmen.
Stuetze
Samstags noch einmal ein gemeinsames Frühstück und die ganze bucklige Verwandtschaft konnte ich gegen Mittag endlich hinter mir lassen.
Bluemchen1
Regensburg ist sicherlich eine sehr schöne Stadt mit einer riesigen Altstadt und vielen kleinen und verwinkelten Gassen
Gasse
Aber bei Regen? Da liebe ich mir doch den heimischen Ofen oder einen Gang in den Keller um am Bootche weiter zu arbeiten.

Mittwoch, 26. August 2009

Gelting

Dienstag 25. August
Flensburg
Flensburg ist sogar klasse wenn es regnet. Na ja, jedenfalls gab es gerade kein anderes Wetter und der Spaziergang zur Fischbrötchenbude war mir mittlerweile auch bekannt. Ein Besuch auf der Museumswerft stand an und es wurde ein bisschen fachgesimpelt über das Holzbootchenbauen. Nette Leute das.
Dann der Museumshafen erst. Eine Leckerei nach der anderen.
Museumshafen

Museumshafen-2
Dann war da noch ein Filmdreh für eine Fernsehserie irgendwas mit Kalle oder so. Jedenfalls war da ein Polizist der einen kleinen Hund ins Auto brachte und dabei wild herumfuchtelte. Am Filmset herrschte ein riesiges Durcheinander mit Leuten die Kameraschienen aufbauten und mit Kleidersäcken durch die Gegend liefen oder telefonierten. Der eine davon kam mir irgendwie bekannt vor.
Fimdreh
Flensburg ist wirklich eine Stadt in der man einen Tag Pause machen sollte. Es rentiert sich.
Ansonsten: Fischessen

Mittwoch 26. August
Gelting
Mit Ostwind nach Westen und mit Westwind nach Osten. So mag ich das. Ich machte um 10:00 Uhr los weil etwas wenig Wind angesagt war und tatsächlich musste ich bis zur Ecke Holnis den Motor mitlaufen lassen um wenigstens auf 4 Knoten zu kommen.
Ochseninseln
Ab da wurde es zur Mittagszeit hin mehr und mit einer guten Bft 5 und 6-6,5 Knoten lief es wie geschmiert. Der Südwestwind sorgte durch die Landabdeckung für kleinen Seegang und es war flottes segeln angesagt. In Gelting machte ich an meinem Startliegeplatz wieder fest und die ersten Sachen fanden ihren Platz im Auto. Das abgespeckte Bootche wurde noch einmal alleine gelassen weil es noch einmal zum Fischessen im Restaurant im Hafen ging.
Abmontiert
Pfannenfilets mit Senfsoße. Ein Gedicht. Das die Dänen zu doof sind zum Essen machen geht mir einfach nicht in den Kopf. Es entgeht einem wirklich etwas.
Morgen mittag ist auskranen angesagt, dann noch eine Übernachtung auf dem Trailer und am Freitag morgen gehts nach Hause.
Am Samstag will ich wieder kranen und Abends wird es wohl ein paar Steaks geben. Hoffe ich doch.

Montag, 24. August 2009

Nach Flensburg

Samstag 22. August
Augustenborg
Keine Lust aufzustehen. Irgendwie zu faul für nichts. Nach einem ausgedehnten Frühstück die Wetterkarten und Seekarten studiert und festgelegt das es erst am Sonntag weitergeht. Das Wetter war gut, der Wind von Westen kommend allerdings ungünstig und außerdem war der Parkplatz voll. Das bedeutet das viele Wochenendler unterwegs sind und die Liegeplätze in Sonderborg oder der Dyvik und sonst wo verstopfen. Bei ungünstigem Wind muss ich mir eine Hafenralley nicht geben. Es reicht auch noch am Sonntag mit günstigerem Süd-West und Süd nach Horuphav zu laufen. Der Hafen ist sehr beliebt und laut Hafenführer bei gutem Wetter überlaufen. Also am Wochenende wohl sowieso. Ich habe nur noch Flensburg auf dem Programm stehen und bis zum Mittwoch die Ankunft in der Marina Gelting-Mole zu machen.
Der Druck über den kleinen Belt zu gehen und dazu passendes Wetter zu erwischen ist weg. So kann ich es ganz entspannt auslaufen lassen.
Etwas in Augustenborg durch den Schlossgarten und den Skulpturgarten herum gelaufen und eine Wirtschaft gesucht wo man etwas zu essen bekommt. Keine gefunden. Es gibt vor dem Hafen ein Hotel das gebratene Scholle anbietet ertränkt in Soße Bolognaise. Nicht zu fassen. Pfui bähh.
Dose aufgemacht und irgendwas mit Nudeln in roter Soße gegessen.

Sonntag 23. August
Horuphav
Mit leichtem Wind und ab und zu etwas Unterstützung durch den Aussenborder in Richtung Sonderborg und zu der Frage ob die Brücke zu hat offen ist oder wie lange ich Kreise fahren muss. Es gibt meines Wissens keine definierten Brückenöffnungszeiten. Die vor mir mussten aber anscheinend etwas mehr wissen wurden sie doch immer schneller je näher sie der Kurve vor der Brücke kamen. Somit wurde ich auch immer schneller und tatsächlich kamen mir die ersten Durchfahrer entgegen noch bevor ich erkennen konnte das die Brücke geöffnet hat. Sie liegt von Norden kommen hinter einer Ecke so das man es erst spät erkennt. Der letzte hinter mir wird plötzlich auch immer schneller und ich gebe Vollgas das der Aussenborder schreit. Und Zack war ich der letzte der durchgelassen wurde. Persönlich durchgewunken vom draußen stehenden Brückenchef.
Dann – es war etwa 13:30 Uhr etwas gewundert über den leeren Hafen und die vielen freien Liegeplätze am Bollwerk. Als ich das letzte mal ankam war um diese Uhrzeit kaum noch was frei. Raus auf die Flensburger Förde und nach Horuphav.
Das kleine Dorf liegt sehr nett hinter einem Hügel und der Hafen war brechend voll. Ich bin 4 Liegeplätze angelaufen bis ich einen gefunden hatte der frei war. Tja so ist das überall da wo ich hin will sind auch alle anderen.
In dem kleinen Dörfchen gibt es nicht viel aber einen Super Brugsen der sogar Sonntag bis 19:00 Uhr geöffnet hat. Flugs ein Weissbrot gekauft( Baguette gibt es anscheinend in Dänemark auch nicht) und die letzten beiden Päckchen mit Grillkoteletts aus der Truhe geangelt. Etwas Krautsalat dazu und der Tag war gerettet. Gibt es doch auch hier kein Restaurant wo man etwas zu essen bekommt außer einem sauteuren Hotel.
So ist der Abend denn auch schön ausgeklungen mit einer uralten Tradition die sonst an Freitagen und Samstagen gilt.
Grillkoteletts
Abends dann noch ein Reff ins Großsegel gebunden denn für Montagmittag waren wieder 5 und in Böen 6 angesagt und ich habe die Hälfte der Strecke nach Flensburg mit Halbwinden zu tun.

Montag 24. August
Flensburg(Im Paradies)
Um 10:00 Uhr ging es weg. Es war für Mittags 5-6 angemeldet und da wollte ich das freie Stück der Flensburger Förde hinter mir haben.
Ich setzte mein kleines Vorsegel und zusammen mit dem gerefften Großsegel lief ich bis 12:00 Uhr bis zur Höhe Langballiggau. Der Seegang war wie erwartet fies. Genau von der Seite etwa 1-1,5 Meter. Von dort an wurde es etwas leichter konnte ich doch nun den Kurs ändern und ziemlich genau Vormwind laufen. Ziemlich hart wurde es dann wieder auf der Ecke um Holnis. Hier musste ich zweimal Halsen was bei einem 5er Wind gar nicht so einfach ist. Andere die größer waren hatten allerdings auch ihre Schwierigkeiten oder das Großsegel gleich ganz weggelassen. Später hatte ich erfahren das es bei Holnis um diese Zeit auch wieder 6 Bft waren
Mit gutem Speed ging es runter an Glückburg und den Ochseninseln vorbei direkt bis ans Ende von Flensburgs Hafen.
Mein kleines Bootchen schlug sich wieder wacker und rannte die 24 Sm in knapp 4 Stunden herunter. Das sind im Schnitt 6 Knoten. Und das mit dem kleinen Geschirr.
Dort suchte ich ziemlich heftig nach einem Liegeplatz und nach dem vierten Anlauf fand ich denn eine Riesenbox von etwa 14 Metern. Immerhin sie war frei.
Nach dem Anmelden beim Hafenmeister und der Frage nach einem Internetzugang erklärte er mir das es da vorne schlecht wäre mit dem Empfang und er empfahl mir zu verlegen und wies mir eine freie Box direkt vorm Eingang zu.
Gesagt getan, ein direkter Weg zu den Waschräumen und dem am Hafenbüro angeschlossenem Cafe. Ein Rundgang in die Stadt und siehe da an der Ostsee gibt es Fisch. Tatsächlich. In allen Variationen. Gebratene Scholle, Steinbeißerfilet, Fischpfannen und – ich zog mir gleich zwei rein- Matjesbrötchen.
Fischbroetchen
Es ist als ob ich in einer anderen Welt wäre. Überall in der großen Fußgängerzone brodelt es und es gibt Cafes, Restaurants und Kneipen.
Abends dann noch mal Essen gegangen und festgestellt das in der deutschen Ostsee auch sogar Krabben wachsen. Gleich mal ein paar von den Würmern in Form einer leckeren Husumer Krabbensuppe gegönnt und hinterher eine Scholle nach Finkenwerder Art
Jippie.
Scholle-Finkenwerder
Das Panorama ist auch nicht zu verachten.
Flensburg

Freitag, 21. August 2009

Rudkobing bis Augustenborg

Dienstag 18 August
Rudkobing
Svendborg mochte ich irgendwie. Die Sanitärräume sind vom Feinsten. Man hat ein komplettes Bad separat mit WC, Dusche und Waschbecken.
Svendborg
Der Wetterbericht steht auf Süd-Ost für Mittwoch und Donnerstag. Da soll es wieder rübergehen über den kleinen Belt. Eine Ostwindlage sollte ausgenutzt werden. Vorher aber noch einen Abstecher nach Langeland.
Ich legte gegen 12:00 Uhr ab und setzte vor dem Hafen das gereffte Groß. Zunächst lief es vorm Wind auch ganz gut aber dann wurde ich immer langsamer. Da stand doch tatsächlich im Svendborgsund Wind gegen Strom. Nur noch mit Motor und Vollgas konnte ich gegen an kommen. Ich hätte dies nicht für möglich gehalten. Dachte ich doch das die Strömung auch windabhängig ist. Pustekuchen.
Dafür bekam ich es ausserhalb noch mal gehörig auf den Sack mit West 6-7. Der Topspeed war 6 Knoten und das nur mit dem gerefften Großsegel.
Die Fahrt durch den Sund ist toll. Eine sehr schöne Gegend. Rudkobing ist allerdings nicht sehr interessant. Das Hafengelände ist teilweise sehr industriell und in die Stadt sind es zu Fuss 10 Minuten.

Mittwoch 19. August
Abernako(Durch Dänemarks Süden)
Früh raus hieß es. Es war für morgens kaum Wind angesagt und es waren 25 Sm zu bewältigen. Der schwache Wind war so freundlich und kam auch aus Süd-Ost. Also um 09:30 Uhr nix wie ab.
Vorbei ging es an Stryno dann auf der Ostseite von Aero entlang durch ein eng betonntes Fahrwasser zwischen sehr kleinen Inseln wie Grenzholm, Bredholm, Birkholm und Egholm auf die Westseite von Dreijo und dann auch wieder westseitlich an Abernako vorbei.

Zwischenzeitlich hatte es wohl aufbebriest und das Bootche lief zwischen 4 und 5 Knoten. Genau merkte ich das erst als es zwischen Abernako und Lyo westwärts ging und ich an den Wind anluvte. Auweia, das waren mal wieder glatte 5-6. Mich legte es mächtig auf die Backe als ich um die Spitze von Avernako ging.
Der Anleger im Hafen war mal wieder eine Katastrophe. Ich brauchte zwei Versuche um bei dem heftigen Gebläse in eine Box zu kommen, dann waren mal wieder die Heckleinen zu kurz(oder die Box zu lang, wie man es nimmt) und mit Hilfe eines Leinenabnehmers am Steg klappte es doch. Interessanterweise wurden die Böen weniger nach dem ich angelegt hatte. Typisch. Abernako ist, wie Lyo auch, eine wirklich hübsche kleine Insel die eine sehr schöne Natur und Ausblicke auf das umliegende Wasser bietet.
Avernako
Abends wurde es am Horizont dunkel und das Wetter verschlechterte sich. Die Wanten pfiffen wieder und ich traute dem Wetterbericht von morgens nicht mehr über den Weg. Internet gab es hier keines und so musste diesmal der Weltempfänger mit Kassettenfach für eine Aufnahme des Seewetterberichtes herhalten.

Donnerstag 20 August
Dyvik(Durch den kleinen Belt geflogen)
Ich hatte heute meinen Flugschein gemacht.
Um 09:00 Uhr war Abfahrt in Avernako und nur mit dem gerefften Großsegel lief es zunächst auch nicht schlecht. Nach dem es etwas nachließ setzte ich meine Fock und es ging wieder mit etwa 4,5 Knoten. Dann wieder etwas weniger und ich setzte das Großsegel durch. Was dann kam glaubte ich bisher nicht zu wissen. Der Wind frischte weiter auf und meine kleine 22er lief bei etwa 1,5 Metren Seegang zwischen 7 und glatten 8,5 Knoten im Surf.
Mein lieber Scholli. An reffen war bei dem Seegang im kleinen Belt nicht mehr zu denken. Also durch.

Die Dyvik-Bucht ist sehr klein und der Yachthafen macht sie noch kleiner. Ich legte mich trotzdem vor Anker und leckte meine Wunden ähh machte das Bootchen wieder klar.
Dyvik

Freitag 21 August
Augustenborg
Mit leichtem Westwind gemütlich durch den Augustenfjord gefahren. Das Wetter wird die nächsten Tage besser und der Wind deutlich weniger. Der Fjord ist herrlich. Überhaupt gefällt mir die dänische Inselwelt sehr. Vor allem bei gutem Wetter ;-)
Augustenborg selbst kann man getrost vergessen. Hier gibt es nichts was irgendwie ansprechend wäre. Deshalb werde ich morgen runter machen nach Svendborg, anschließend in deutschen Gewässern segeln und endlich Fischbrötchen essen. Es ist nicht zu glauben aber in der ganzen dänischen Wasserwelt scheint kein Fisch zu schwimmen. Jedenfalls findet sich kaum jemand der einen verkauft. Es wird Zeit das endlich wieder deutsches Essen auf den Tisch kommt.

Montag, 17. August 2009

Faaborg und Svendborg

Sonntag 16 August
Faaborg
Die Rolläden blieben unten bis gegen 10:00 Uhr. Man muss ja auch mal ausschlafen im Urlaub gell? Was folgte war ein ausgedehntes Frühstück, eine Sightseeing Tour durch den Traditionshafenbereich und rumgammeln.
Faaborg
Es gibt dort eine beachtliche Sammlung an alten Traditionsseglern und bei dem einen oder anderen konnte ich auch Dingis betrachten von der Sorte wie gerade eines im Keller bei mir entsteht.
Traditionsheck

Dingi

Linienfuehrung

Takelage

Dingi-2
Es ist einfach herrlich diese alten Bauwerke mit den vielen liebevollen Details zu betrachten.
Gegen Mittag war dann Hafenkino angesagt und rumgammeln. Dann wurden Plänchen geschmiedet. Hierum und darum oder dort rum. Es war für den nächsten Tag immer noch 5-6 angesagt. Dann wurde in der Nacht ein Plänchen gefasst.
faaborg-1

Montag 17 August
Svendborg
Frühes Aufstehen war angesagt, ein Reff ins Groß gesteckt und das kleine Vorsegel angeschlagen. Es ging wie erwartet recht flott mit 5,5 Knoten und immer wider kleinen Regenschauern.
Zwischendurch musste der elektrische Helfer wider abgeschaltet werden weil es zu sehr eierte und Handsteuerung war angesagt. Die Inselwelt in Dänemarks Süden ist phantastisch und wenn das Wetter nicht so grau gewesen wäre hätte ich es auch besser sehen können.
Aber es hat gereicht für ein kleines Filmchen.


Ich kam gegen 15:30 Uhr im Handelshafen an und musste feststellen das viele andere die gleiche Idee hatten. Der Hafen war voll und ich bin ins Päckchen. Gleich darauf kam das angesagte Regenwetter und von der schönen Stadt war nicht sehr viel zu sehen.

Samstag, 15. August 2009

Lyo und Farborg

Donnerstag 13. August
Assens
Wie gesagt die Rolläden blieben geschlossen bis 10:00 Uhr. Es war auch nix zu versäumen. Der Wind orgelte in den Wanten und nach einem ausgedehnten Frühstück machte ich einen kleinen Spaziergang zum nahegelegenen Supermarkt und dann schleunigst wieder an Bord. Es war wirklich sehr ekelig. Es gab eine Runde abzusurfen mit dem Internetzugang ’The Cloud’ der für 24 Stunden das doppelte kostete wie für eine halbe Stunde. Glatte 12 Euro. Also was solls.
Der Hafen war proppevoll und es war keiner zu beobachten der sein Zeugs nahm und rausfuhr.
Abends noch mal den Wetterbericht abgecheckt und ein Plänchen für den nächsten Tag gemacht. Es sollte gegen Mittag abnehmen auf Bft 4 und dann weiter auf Bft 3. Das würde passen.

Freitag 14. August
Lyo
Der Morgen begann etwas ruhiger als die wackelige Nacht und nach einem ausgedehnten Frühstück legte ich gegen 11:00 Uhr ab.
Einige hartgesottene waren schon vor 10:00 Uhr abgehauen. Aber da war mir noch zu viel Wind und Lärm in den Wanten.
Die Fahrt lief flott um nicht zu sagen sehr flott. Mit Großsegel und diesmal gesetztem Bullenstander und dem kleinen Starkwindvorsegel machte das kleine Bootchen teilweise über 6,5 Knoten.
Helnaes
Im Mittel waren es etwa 5 Knoten und das ist wirklich nicht wenig. Die Wellenhöhe betrug etwas unter einen Meter und es war wieder einmal Handsteuerung angesagt weil der Autopilot nicht so schnell auf das Geschaukel reagieren konnte.
Gegen 15: 00 Uhr lief ich in Lyo ein. Ein sehr kleiner Hafen auf einer sehr kleinen aber sehr schönen Insel in Dänemarks Süden.
Ich machte einen kleinen Rundgang und war von meiner Entscheidung hierher zu fahren begeistert. Ein Maler würde hier seine wahre Freude haben. Die Insel ist etwas hügelig, herrlich grün und hat ein kleines sehr malerisches Dorf wie aus einem Bilderbuch. Es gibt kleine Strassen und ein paar Teiche in denen sich Enten tummeln und - ach es ist einfach ein sehr schöner Platz um sich zu Erholen und seine Ruhe zu finden.
Lyo

Lyo-1

Lyo-2

Lyo-3

Lyo-4

Lyo-Hafen

Lyo-Kirche
Die Menge der Bilder zeigt wie sehr ich diesen Platz mochte.

Samstag 15 August
Faarborg
Das Wetter soll in den nächsten Tagen wieder schlechter werden. Regen und Starkwind in Böen bis 9 werden angesagt.
Der Morgen begann auch sehr hässlich mit Regen und total verhangenem Himmel. Zeit abzuhauen in ein Städtchen wo es etwas mehr Abwechslung als auf einer einsamen Insel gibt. Es ist wirklich sehr schön in Lyo aber mehr als einen Tag muss man das auch nicht haben. Auch wenn einige sich hier anscheinend eingenistet haben. Die hocken da schon länger und machen irgendwie keine Anstalten weiter zu fahren.
Die Segel ließ ich eingepackt und die knapp 6 Seemeilen nahm ich unter Motor in Angriff. Das war auch der richtige Begriff wie sich herausstellte. Der stramme Südwestwind baute in der Öffnung zwischen Lyo und Avernako eine Welle von glatten anderthalb Metern auf.
Ein ziemlich übles Geschaukel was erst besser wurde als es hinter die Abdeckung der Insel ging.
Nach Faarborg zu fahren war mal wieder die richtige Entscheidung. Ich machte gegen Mittag im Handelshafen fest und lag etwa 20 Meter von einem Fischkiosk wo es zu moderaten Preisen Räucherfisch aller Arten gibt. Dazu gibt es kostenloses Wifi.
Es gibt wahrhaftig schlechtere Orte Starkwind abzuwarten. Das einzige was nervt sind meine dänischen Nachbarn die zu sechst auf einem nur unmerklich größeren Boot sitzen und einfach nicht die Klappe halten können.
Da hilft dann nur ein Spaziergang durch die Stadt. Womit ich dann tatsächlich meine Schwierigkeiten hatte. Es waren zwar nur etwa 6 Seemeilen von Lyo hierher aber das Nachgeschaukel beim gehen an Land dauerte diesmal bei mir den ganzen Mittag. Es war wohl doch ein ziemlich rauher Ritt.

Mittwoch, 12. August 2009

Unterwegs II

Dienstag 11. August
Aerosund
Regenwetter. Der morgen beginnt mit Dauerregen und im Hafen bleibt es ruhig. Bei allen die ihre Sprüche geklopft haben wie früh sie los wollen sind noch die Rolläden ähh Verdecke zu.
Das kostenlose Wifi streikt mal wieder. Vielleicht liegt es auch daran das alle ihre Notebooks auskramen und versuchen nach dem Wetter zu gucken. Der Regen war so schließlich nicht vereinbart.
Gegen 11:00 Uhr klart es auf und es kommt Leben in die Bude. Ich mach dann auch los in Richtung Norden. Erklärtes Ziel Aabenraa. Ich musste gegenanmotoren bis in den Ausgang des Als-Fiord und nachdem ich die Segel setzen konnte lief es auch ganz gut. Nun wurde ich übermütig und setzte ein neues Ziel Aerosund(mit Pünkchten und Strichen im O usw.) Es lief prächtig bei etwas vorlichem Wind bis er auf der halben Strecke immer mehr zunahm. Der Autopilot schaffte es nicht mehr und lief nur noch hin und her also musste ich von Hand steuern. Der Ruderdruck war schon heftig. Mein altes Bootche schaffte die 6,5 Knoten Grenze mit einem kleinen Vorsegel und durchgesetztem Groß bei seitlich anrauschenden Wellen.
Später im Hafen erfuhr ich dann das der Wind zugelegt hatte auf Bft 7. Das arme alte Mädchen muss ganz schön was aushalten hier.
Der Hafen war nicht so ansprechend wie ich mir das vorstellte. Irgendwie öde. Wieder 17 Euro gelatzt und das Essen gehen habe ich mir bei dem Blick auf die Speisekarte abgewöhnt. Ein Wienerschnitzel soll hier für 25 Euro zu haben sein. So viel Wiener können da gar nicht drin sein das ich mir das gönne.

Über den kleinen Belt


Mittwoch 12. August
Assens
Der Wetterbericht verheißt die nächsten Tage nix gutes. Donnerstag Bft 5-6 zunehmend 7 und den Mittwoch morgens noch 4-5 mittags auch 7 bis 8. Aerosund ist kein Ort wo ich die nächsten Tage hängen bleiben wollte und deshalb bin ich morgens raus und rüber nach Assens. Das Grossegel hatte ich gerefft und die Fock gleich im Sack gelassen. Es war die richtige Entscheidung. Die knapp 9 Seemeilen stemmte ich in weniger als 2 Stunden und mein altes Mädchen lief teilweise über 5 Knoten und das mit weniger als der halben Standartbesegelung.
Nach-Assens
Es war ein ziemlicher Eiertanz und als ich gegen 12:30 Uhr in Assens ankam war ich ziemlich durchgeschüttelt. Mein Autopilot schaffte es wieder nicht. Bei achterlichem Seegang von etwa einem dreiviertel Meter eiert das kleine Bootche zuviel so das er mit dem Steuern nicht mehr nachkommt. Also war zumindest teilweise Handsteuerung angesagt. Das war auch gut so sonst hätte ich bei achterlichem Wind über kurz oder lang eine Patenthalse gefahren und die hätte mich bei dem Wind glatt den Mast gekostet.
Der Hafen hier ist gleich um Klassen besser. Der Hafenmeister ist gesprächig, Brötchen gibt es 200 Meter weiter auf Bestellung bei einem Kiosk an einem Campingplatz und im Ort kann man bei einem Italiener Pizza zu ziemlich normalen Preisen essen.
Die Aussichten für die nächsten Tage sind beschissen.
Assenswetter
Der Wetterbericht an der Hafenmeisterwand erzählt was von starken Winden bis Montag und ab Sonntag auch noch Regenwetter. Könnte fast sein das ich meinen Urlaub in Assens verbringen werde.
Zur Zeit pfeift es in den Wanten ganz ordentlich und das Bootchen schaukelt heftig in der Box.
Na ja, morgen ist bei 7 Windstärken erst mal sowieso Pause und die Rolläden bleiben bis 10:00 Uhr geschlossen.

Freitag, 12. Juni 2009

Kurz mal Schweden

Beruflich für zwei Tage. Na ja 2 und einen halben wenn man die Fliegerei mitzählt. Von Frankfurt Hahn mit der guten Ryanair in knallgelber Ausstattung incl. der Werbung an den Klappkästen, nach Göteborg und dann mit dem Leihauto 190 km in die Pampa ziemlich genau zwischen die beiden großen Seen Vänern und Vättern.
Ryanair
Wer nun meint das geht ja flott der war noch nicht in Schweden. 3 Stunden brauchten wir weil nicht mehr ging als Tempo 70, 90 und manchmal auf einem Autobahnteilstück sogar 110. Und alle Schweden fahren genau nach Vorschrift was mich stutzig machte. Also sind wir mit dem nagelneuen fetten Volvo S60 auch nach Vorschrift gefahren. Und das mit 185 PS und 2,4 Litern Hubraum.
Die Rastplätze sind schmal und klein aber dafür mit allem erdenklichen Komfort den Mann oder Frau auf die schnelle braucht. Nämlich mit kleiner Brücke übern Zaum mit angeschlossenem Diskretionsbäumchen. Sehr praktisch die Schweden.
Haltestelle
Schweden ist grün, also nur grün. Da gibt es über hunderte Kilometer nur Bäume und Wald und wenn mal eine freie Fläche kam war es eine Wiese die auch grün war. Ackerbau wie bei uns ist hier völlig verpönt oder was auch immer. Jedenfalls gibt es hier so was nicht.
Schwedengruen
Den Euro kann man hier vergessen. Die nehmen hier nur schwedische Kronen oder Visa. Also bezahlte ich ein Eis an der Eisbude mit Visa. So ähnlich wie man das aus dem Fernsehen kennt wo der Typ mit Badehose vom Schiff ins Wasser schwimmt in einer Strandbude ein Bier trinkt und mit Visa bezahlt. Ein Eis für 3 Euro also mit Visa und später im Hotel ein Mineralwasser auch mit Visa. Ich kanns nicht fassen aber Euros wollen die hier nicht in der Kasse haben.
Die Leute mit denen ich zu tun hatte arbeiten hier teilweise mittlerweile auch nur noch auf Zuruf. Kommst du morgen und dafür übermorgen nicht wie es am Donnerstag aussieht werden wir am Mittwoch sehen. Hart.

Abends Fisch essen in Hjo am Vätternsee. Bezahlt mit Visa. Klar. Aber der Fisch war wirklich sehr lecker. Muss wohl Stint gewesen sein. So genau waren meine Schwedischkenntnisse nicht und eine englische Karte gab es nicht.
Lecker-Fisch
Natürlich ein Holzbootche fotografiert. Die Schweden haben eine Menge von diesen hübschen geklinkerten Bootchen.
Holzbootche1
Der Hafen in Hjo war allerdings zur Hälfte leer. Die Wirtschaftsflaute zeigt sich auch hier.
Hafen-HJO

Hafen-HJO-II
Die Aussicht auf den Vätternsee war etwas durch das lausige Wetter eingetrübt aber dennoch imposant. Das andere Ufer selbst an der schmalen Seite war nicht zu erkennen. Das lässt auf die imposante Größe des kleineren der beiden Seen schließen. Das Ufer was zu erkennen war, war mit Wäldern eingesäumt. Hach.

Jede Menge hübsche Pippi Langstrumpf Häuschen mit verspielten Vordächern gesehen aber leider keine Zeit gehabt zum fotografieren. Dafür ein gepflegtes Cafe abgelichtet.
Nettes-Cafe
Schweden ist insgesamt sehr gepflegt. Die öffentlichen Grünflächen sind geschnitten, die Häuser gepflegt und nicht mit Graffitis verschmiert wie bei uns und die Menschen sehr freundlich, offen und zuvorkommend. Raser gibt es auch keine aber das liegt wohl eher an den derben Preisen für ein Blitzfoto das bei 100 Euro losgeht wie ich mir sagen ließ. Was mir an der Autofahrt gefallen hat, ausser dem schicken Volvo natürlich, waren die Blitzhinweise vor den Kameras. Auch das sehr ordentlich ;-)

Elche habe ich keine gesehen obwohl ich gerne einen life gesehen hätte. So tut es dann eben einer aus Plüsch. An den Viechern komme ich ja nicht vorbei. Was muss da muss gell?
Elchi1
Insgesamt ist Schweden ein sehr nettes und wirklich schönes Land zum wohlfühlen. Ich denke die haben mich nicht das letzte mal gesehen. Vielleicht einmal ein Tour mit dem Bootche?
Aber das gibt eine andere Geschichte.

Mittwoch, 1. Oktober 2008

Wuppertal

Wuppertal rein, ein Bildchen knipsen von dem Schienendings und dann am besten nix wie raus. Vorm Hauptbahnhof dieses Dinges standen gestern Mittag gegen 14:00 Uhr mindestens 40 Leute verschiedener Herkunft mit den Bierflaschen in der Hand und unterhielten sich als ob dies ihr Wohnzimmer wäre.
Schwebebahn
Ich wollte ja dann eigentlich noch im Kaufhof am Camelstand eine schöne Hose kaufen aber mangels Verkäufer war nix zu machen. Weit und breit war keiner zu sehen. Die Jeans die ich anprobierte passte nicht und eine andere Größe war im Regal nicht auszumachen. Anscheinend machen die ihren Umsatz von alleine. Ich glaube ich werde ein Klamottengeschäft eröffnen.
Dann machte ich einen Abstecher in den gegenüber gelegenen Saturn wegen eines neuen Handys(Mein altes hat ab und zu eine Macke) und bin beinahe nicht durchgekommen wegen den vielen Besuchern. Nicht zu glauben, da war ein Rummel als ob es etwas umsonst gäbe. Massenweise schoben die Menschen durch die von Sicherheitsleuten bewachten Ein- und Ausgänge. Dabei waren die Preise zumindest bei den Handys gesalzen. Zwei von den etwa 10 Verkäuferinnen gefragt die sich da am Handystand tummelten und keine hat etwas gewusst außer dem Preis von den teuersten ab 400 Euro aufwärts(Für 1 einzelnes Handy ne) „Ähh, ich bin noch in der Ausbildung und kenne da nur... Silke kannst du mal?“ „Ähh, ich mache ja eigentlich nur Verträge. Sind sie schon bei O2? Wir haben da gerade...“
Ich glaube ich mache dann auch noch gleich ein Handygeschäft auf.

Mittwoch, 2. April 2008

Berlins Oberbaumbrücke

Ich habe sie schon mit dem Boot unterquert und sicher schon zig male mit der U-Bahn überquert. Ja die U1 fährt an dieser Stelle tatsächlich oberirdisch.
Oberbaumbruecke
Diesmal habe ich sie mit dem Auto überquert und mich anschließend prompt dermaßen verfahren. Aber so was von. In der Ecke gibt es Baustellen ohne Ende.
Es geht halt nix über die guten alten Wasserwege oder Schienen die sich nicht so ohne weiteres umleiten lassen.
Und nein - so ein quatschender Kompass kommt mir keiner ins Auto.

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