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Wenn was sein sollte

Stock.fisch1@gmx.net


Mönkebude

22.08.
Der morgendliche Wetterbericht meldete Ostwind 4-5 Bft. Das ist nach Mönkebude gut zu machen. Also wieder mal das Reff eingesteckt, das kleine Vorsegel angeschlagen und um 10:00 Uhr die Marina zunächst in Richtung Zollstelle verlassen. Beim Verlassen von Polen mußte ich wieder Ausklarieren.
Dann unter Motor wieder den gleichen Weg zurück den ich gekommen bin aus dem Kaiserfahrtkanal raus und rein in die Flaute. Das Haff war Spiegelglatt und somit musste ist zunächst zum Zollschiff und dann später noch ein paar Seemeilen motoren bis endlich etwas Wind kam.
Flaute
Es wurde dann aber auch zunehmend dunkel und schwarz. Auf der Höhe Uckermünde hat es dann vor mir gekracht und anständig geblitzt. Ich bereitete mich auf das Gewitter vor zog meine Nassklamotten an, nahm das Großsegel herunter und verzurrte und verstaute noch einmal alles was wegfliegen oder im Bootsinneren durch die Gegend fliegen könnte.
Gewitter
Dann tat das Gewitter was mir am liebsten ist und zog vor mir von dannen.
Mal wieder Glück gehabt.
Mönkebude ist ein schöner Hafen und zum Strand sind es über den Steg gerade mal 20 Meter. Ich habe mir noch einmal meinen Steckerkram angeschaut und tatsächlich ist es so das der Anschlussstecker für den Landanschluss einen Kurzen hat. Das Ding hat es irgendwo durchgehauen.
Wenigstens gibt es hier einen Baumarkt wo man einen Dreifachstecker kaufen kann mit dem ich den Landanschlusskram überbrücken kann. Kommt das Kabel eben durch das Steckschott herein.
Die Hafenmeisterin ist eine sehr nette die gerne ein bisschen plaudert und man merkt das man hier wieder in Deutschland ist. Die Strassen sind sauber, die Häuser gepflegt und die Leute sehr zuvorkommend.
Ein schönes Örtchen mit hohem Freizeitangebot und sehr netten Leuten.
Ansuzz - 25. Aug, 19:36

Hui, Glück gehabt! Habe einmal ein Gewitter auf offener See erlebt! Ein Erlebnis, auf das ich gerne verzichtet hätte! Danach wusste ich, was Angst ist!

Wieder sehr schöne Berichte und tolle Bilder. Vermittelt den Eindruck, dabeizusein!

Stockfisch - 27. Aug, 15:15

Die Wetterberichte hier sind von einer Qualität die sehr bescheiden sind.
Von Gewitter war nämlich gar nix angesagt.
Aber was soll man machen. Da muß man dann eben durch.
dauni (Gast) - 13. Sep, 13:45

Wie ich sehe, gibt es bei dir auch noch keine Rollfock. Da wird auch noch richtig gearbeitet an Bord, wa? Und selbstholende Winschen kann ich auch nicht erkennen, oder irre ich mich da?

Stockfisch - 13. Sep, 22:26

Stagreiter und eine durchgezogene Niederholerleine sind durchaus eine gute Alternative. Ich kann damit das Vorsegel vom Cockpit aus bergen und habe keinen Ärger zu erwarten weil irgendwas im ungünstigen Moment klemmt. Ab und zu vermisse ich schon eine Rollfock wenn das falsche Segel angeschlagen ist. Aber dafür steht es auch immer perfekt und ich habe keine Einbußen am Wind durch verlorene Höhe wegen einer Wurst.
Selbstholende Winschen sind noch nicht nötig. So viel Kraft habe ich noch um die Segel hochzuziehen. Die sind ja auch nicht sooo groß bei meinem kleinen Schiffchen.
Nix schickimicki sondern gutes altes Handwerk eben ;-)
dauni (Gast) - 14. Sep, 00:12

Tja, bei uns an Bord sieht es genauso aus. Nix mit neumodischen Tüddelkram. Dafür gehe ich ja im Winter in die Mucki-Bude. Da geht das mit dem Segelsetzen und dem dichtholen fast wie von selbst im Sommer. ;-)

Stockfisch - 14. Sep, 01:16

Eben. Wo nix ist geht nix kaputt ist auch meine Devise.
Naja, das Segelsetzen ist nicht das Problem eher das Dichtholen der Fock oder der Genua. Bei viel Wind muß ich mich schon mal mit beiden Füßen an den Aufbau stemmen und dann steht das Schifflein schon mal quer zum Wind bis der Lappen rangezogen ist.
Das ist das Los eines Einhandseglers ;-)

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