Zum Bootchenbau

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Ebenso
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pathologe - 8. Jan, 19:24

Wenn was sein sollte

Stock.fisch1@gmx.net


Samstag, 25. August 2007

Mönkebude

22.08.
Der morgendliche Wetterbericht meldete Ostwind 4-5 Bft. Das ist nach Mönkebude gut zu machen. Also wieder mal das Reff eingesteckt, das kleine Vorsegel angeschlagen und um 10:00 Uhr die Marina zunächst in Richtung Zollstelle verlassen. Beim Verlassen von Polen mußte ich wieder Ausklarieren.
Dann unter Motor wieder den gleichen Weg zurück den ich gekommen bin aus dem Kaiserfahrtkanal raus und rein in die Flaute. Das Haff war Spiegelglatt und somit musste ist zunächst zum Zollschiff und dann später noch ein paar Seemeilen motoren bis endlich etwas Wind kam.
Flaute
Es wurde dann aber auch zunehmend dunkel und schwarz. Auf der Höhe Uckermünde hat es dann vor mir gekracht und anständig geblitzt. Ich bereitete mich auf das Gewitter vor zog meine Nassklamotten an, nahm das Großsegel herunter und verzurrte und verstaute noch einmal alles was wegfliegen oder im Bootsinneren durch die Gegend fliegen könnte.
Gewitter
Dann tat das Gewitter was mir am liebsten ist und zog vor mir von dannen.
Mal wieder Glück gehabt.
Mönkebude ist ein schöner Hafen und zum Strand sind es über den Steg gerade mal 20 Meter. Ich habe mir noch einmal meinen Steckerkram angeschaut und tatsächlich ist es so das der Anschlussstecker für den Landanschluss einen Kurzen hat. Das Ding hat es irgendwo durchgehauen.
Wenigstens gibt es hier einen Baumarkt wo man einen Dreifachstecker kaufen kann mit dem ich den Landanschlusskram überbrücken kann. Kommt das Kabel eben durch das Steckschott herein.
Die Hafenmeisterin ist eine sehr nette die gerne ein bisschen plaudert und man merkt das man hier wieder in Deutschland ist. Die Strassen sind sauber, die Häuser gepflegt und die Leute sehr zuvorkommend.
Ein schönes Örtchen mit hohem Freizeitangebot und sehr netten Leuten.

Swinewünde

21.08.
Regenwetter am Morgen bringt Kummer und Sorgen. Es orgelte und schüttete ganz kräftig als ich aufwachte. Der Wetterbericht vom Hafenmeister versprach auch nix erhellendes. Die nächsten 3 Tage soll es heftig bleiben hieß es. Mich trieb es ziemlich lange um bis ich mich entschied nach Swinemünde zu laufen. Mit Rückenwind und der kleinen Fock sollte es kein Problem werden sagten die anderen.
OK, wenn das so ist dann los. Ich hatte keine Lust in diesem tristen Ort über mehrere Tage hängen zu bleiben.
Um es kurz zu machen es war ein ziemliches geeiere aber es lief gut. Der Wind kam genau von hinten und mit dem kleinen Vorsegel war es kein Problem.
Um 11:30 bin ich ausgelaufen und um 17.00 Uhr in Swinemünde rein. Zwischenzeitlich hatte sich der Wind gelegt und die Sonne schien auch wieder. Richtige Entscheidung!
Der Autopilot hatte allerdings ganz schön was zu tun und mein Bootchen lief alleine mit dem kleinen Vorsegel teilweise Maximalgeschwindigkeit.
Das Filmchen ist diesmal im Originalton(aus Rücksichtnahme auf die Nichtopernfans ;-))
Filmchen fogt. Youtube zpppelt mal wieder rum
In der Marina gibt es seit diesem Sommer neue Sanitäranlagen die auf dem neusten technischem Stand sind.
Ahh.
Probleme mit der Stromversorgung.
An den Steganlagen gibt es leider nur pro Ausleger 4 Stromanschlüsse. Weil natürlich alle belegt waren konnte ich auf meine Anfrage beim Nachbar an die Trommel worauf der gesamte Steg lahmgelegt war. Ich wollte nicht glauben das es an meinem Kabel lag und wir versuchten alle möglichen Tricks aber immer wenn ich ran ging war die Hauptsicherung draussen.
Irgend etwas passte da nicht.
Ich machte mich auf den Weg eine Steckdose zu kaufen um meinen Landanschlusstecker zu überbrücken und fand nach einem Rundgang durch Swinemünde nichts außer Apotheken. Wenn man hier krank wird fehlt es einem an nichts. An jeder Ecke gibt es Apotheken aber nirgends einen Doppelstecker oder so was. Strom haben die wohl alle und für den Rest sorgen wohl die Apotheken.
War ich eben wieder mal ohne Strom. Allerdings jetzt schon den zweiten Tag in Folge ohne die Batterien per Landstrom nachgeladen zu haben. Ich bin mal gespannt wenn das Bordnetz zusammenbricht weil die Spannung nicht mehr ausreicht.
Der Wetterbericht konnte widersprüchlicher nicht sein. Im Internet erzählten sie was von Ost 2-3 und der Seewetterdienst per Funk der Nachbarlieger meldete 5-7. Zur Zeit des Verfassens dieses Berichtes herrschte absolute Windstille.
Man weiß nicht was man glauben soll.

Rankwitz

23.08.
Unter Motor gegen 13:00 Uhr losgefahren. Kein Windhauch regte sich.
Tonne
Um 15:00 Uhr vor der Brücke Zecherin geankert und gewartet. Brücken sind in Deutschland dazu da um davor zu warten.
Um 18:00 Uhr bei bestem Wetter in Rankwitz eingelaufen und positiv überrascht gewesen über den schicken kleinen Hafen. Er ist eigentlich nur ein kleines Rechteck in dem etwa 20 Boote festmachen können. Sehr schnuckelig und so wie ich es mag.
Es gibt hier eine Fischräucherei und gleich zwei sehr gute Fischrestaurants. Da war mal wieder schlemmen angesagt.
Das gute Wetter machte mir beste Stimmung. In den letzten Tagen war ich etwas angespannt weil mir die langen Strecken und dabei das unsichere Wetter zu schaffen machten.
Hier im Achterwasser sind keine großen Strecken mehr vor mir, zum nächsten Hafen sind es immer nur ein paar Seemeilen und damit spielt das Wetter keine so entscheidende Rolle mehr.
Aber so ist das eben beim Segeln: Das Wetter macht alles.
Der Sonnenuntergang konnte malerischer nicht sein. Ein gutes Ende für einen guten Tag.
Sonnenuntergang

Zinnowitz

24.08.
„Wie das Wetter wird weiß doch kein Mensch, das macht doch was es will“ sagte der Hafenmeister in Zinnowitz.
Als in Rankwitz weg bin dachte ich noch daran die Segel unten zu lassen weil nur ein laues Lüftchen wehte.
Dann hat es mich mit 6 Knoten förmlich nach Zinnowitz geblasen. Das ist neue Rumpfgeschwindigkeit und Geschwindigkeitsrekord für das kleine Schiffchen. Mehr geht eigentlich nicht.
Nach-Zinnowitz
Der Hafen von Zinnowitz ist auch sehr schnuckelig und die abgesenkten Binnenschiffe die den seewärtigen Teil des Hafens bilden sind sehr stabil. Ich bin bei strammen Seitenwind einen miserablen Anleger gefahren und mit dem Bug dagegen gebumst. Aber alte Schiffe vertragen sich und es ist nichts passiert.
Gut das ich früh losgefahren bin, so habe ich wenigstens noch einen passablen Liegeplatz bekommen denn um 15:00 Uhr war der kleine Hafen voll und die ersten gingen schon ins Päckchen.
Hoffentlich macht sich bei mir keiner dran denn ich mag es nicht womöglich noch von unflätigen Charterern morgens auf dem Kopf rumgetrampelt zu bekommen wenn die bei mir übers Deck stolpern.
Ich konnte mir im Hafen das letzte Fahrrad mieten und bin in die Stadt geradelt um mal zu sehen was es da alles gibt. Ich sollte öfters Fahrrad fahren denn die verrückte Gangschaltung hat mich echt fertig gemacht.
Zinnowitz war ein guter Tipp. Recht vielen Dank an den Dwarslöper. Es sind die nächsten 3 Tage Zinnowitzer Blues und Jazztage. Jepp. Genau der richtige Ort zur richtigen Zeit. Abends habe ich mir die Jazzsession um die Ohren hauen lassen was einfach eine ausgesprochen gute Laune macht.
Seebruecke-Zinnowitz
Das einzige was nervte waren die vielen lahmarschigen Neckermanntouristen die nicht wissen was sie wollten und einem ständig im Wege rumstanden. Da ist ein Segler echt froh wieder auf dem Wasser zu sein wo keiner nervt.

Ziegenort

20.08.
Der Wetterbericht meldet Regenwetter und nachmittags Gewitter also fahre ich heute nur bis Ziegenort. Das Haff muß ich bei Gewitter nicht haben.
Mit leichtem Südwestwind fast die ganze Strecke gesegelt.
Etwa eine halbe Stunde nach dem Festmachen kam dann auch das versprochene Regenwetter. Also habe ich mal wieder Glück gehabt und bin trocken geblieben.
Dieses mal habe ich im Handelshafen festgemacht der bei meiner Hinfahrt belegt war. Ich weiß jetzt auch warum. Das Liegegeld kostet umgerechnet 1 Euro für mich. In Worten: Ein Euro. Das ist absoluter Rekord. Billiger ist wohl nur noch das Ankern.
Der Hafen ist im rückwärtigen Teil hinter den Kaianlagen sogar gegen den ekligen Schwell geschützt den die Vorbeifahrer verursachen.
OK, von den Sanitäranlagen will ich nicht schreiben. Nur soviel: Ich gehe heute ungeduscht in die Koje. Man kann auch nicht alles haben gell?

Stettin(Hafentag)

19.08.
♫In einem Polenstädtchen,
♪da sucht ich einst ein Mädchen,
♫sollt sein das allerschönste Kind,
♪das man in Polen find♫
Aber, da war nix zu machen. Trotz anstrengender Suche wollte sich keine mit mir einlassen.
Na gut dann eben nicht. Gehe ich eben weiter alleine Segeln und in die Oper. Pahh!

Stettin ist ein schönes Städtchen wenn mal von den hässlichen Neubauten absieht.
Einkaufen lässt sich Sonntags in manchen Geschäften und im Citycenter sowieso. Da hat alles geöffnet und vom Realmarkt über Apotheken bis zum Schmuckhändler ist auf 3 Stockwerken alles vertreten.
Citycenter
Abends in einer schönen Kneipe(Kolumbus) an der Oder gegessen. Man sitzt auf den Wällen mit einer tollen Aussicht auf die Oder und den Hafen. Das Essen war sehr gut, die Bedienung sehr zuvorkommend und die Preise sind günstig. Ein hervorragend zubereiteter Heilbutt mit Gemüse überbacken und frischem Salat als Beilage liegt bei etwa 8 Eurönchen. Das ganze serviert in einem schönen Terrassenrestaurant Da kann man nicht meckern.
Stettinaussicht
Sonst eigentlich ein ganz normaler Tag ohne besondere Vorkommnisse.
Soll es auch mal geben.

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